Fahrt mit dem Mountainbike auf Instabilem Untergrund
Zum Mountainbiken gehört naturgemäß das Fahren auf den unterschiedlichsten, instabilen Böden, auf den wir mit Sicherheit früher oder später treffen. Eben hier werden die technischen Fähigkeiten und die Kunst eines…

Zum Mountainbiken gehört naturgemäß das Fahren auf den unterschiedlichsten, instabilen Böden, auf den wir mit Sicherheit früher oder später treffen. Eben hier werden die technischen Fähigkeiten und die Kunst eines Radfahrers am besten auf die Probleme gestellt. Wenn wir dazu in der Lage sind, zu fahren, werden wir bei einer gewöhnlichen Fahrt im Gelände nichts mehr zu befürchten haben.
Fahrt über wurzeln und steine
Der Richtungswinkel sollte hier so vertikal wie möglich sein. Wir nehmen aktiv das Gewicht vom Vorderrad, um nicht auf die Hindernisse aufzuprallen oder an Geschwindigkeit zu verlieren. Wir treten zügig in einem niedrigeren Gang, enthalten uns abrupter Erhöhung der Trittfrequenz, besonders auf den Hindernissen selbst. Zur Beschleunigung bemühen wir uns, den Raum zwischen ihnen so weit wie möglich auszunutzen.
Durch sand fahren
Sand ist ein außerordentlich anspruchsvolles Gelände. Das Vorderrad versinkt ständig im Sand und die Spurrillen führen uns in eine Richtung, in die wir nicht fahren wollen. Zum Ausgleich der negativen Eigenschaften dieses Geländes sollten wir das Körpergewicht weitmöglichst auf das Hinterrad verlagern, und die Tretenergie bei der Traktion auf eine festere Oberfläche in den unteren Schichten übertragen. Das entlastete Vorderrad bewegt sich dank dessen einfach in den leichten Oberschichten des Sands. Im Sand fahren wir, wenn möglich, im Sattel, mit einem niedrigen Gang und einer gleichmäßigen Tretfrequenz.
Auf dem fahrrad im schlamm
Die Technik bei der Schlammfahrt ähnelt der des Fahrens durch Sand. Wir fahren ständig im Sattel mit einem niedrigeren Gang und bemühen uns, gleichmäßig und konstant zu treten. Dabei halten wir den Lenker fest, ohne uns zu verkrampfen. Die Ellbogen müssen locker bleiben, während wir die weitere Fahrtrichtung und kontrollieren und wahrnehmen.
Überquerung einer furt
Beim Überqueren eines Bachs oder kleinen Flusses gelten besondere Regeln. Es erwarten uns nämlich einige Tücken – eine kaum vorhersehbare Wassertiefe, Strömungsstärke und die Eigenschaften der Oberfläche des Gewässergrunds. Daher ist es wichtig, noch vor dem Befahren des Gewässers zu beschleunigen. In die Fahrt fahren wir im Sattel, den Blick richten wir auf ihr Ende, und noch vor der eigentlichen Einfahrt ins Wasser verlagern wir den Schwerpunkt nach hinten und heben das Vorderrad an. Wenn wir treten müssen, drücken wir das Körpergewicht auf das Hinterrad. Auf keinen Fall darf in der Furt gebremst werden..
Durch pfützen fahren
Eine Möglichkeit besteht darin, die Pfütze zu überspringen. Ist dies jedoch nicht möglich, richten wir uns nach den gleichen Grundregeln, die wir bei der Furtüberquerung anwenden. Wir fahren mit horizontal gehaltenen Kurbeln in die Pfütze hinein, mit Schwerpunkt auf dem Hinterrad, während wir das Vorderrad anheben und die Fahrtrichtung sowie das Geschehen vor uns gut im Blick behalten.
Im schnee fahren
Mit einem Fat Bike im Schnee zu fahren, macht am meisten Spaß. Doch auch wenn wir keines haben, brauchen wir eine Fahrt auf dieser Oberfläche nicht zu scheuen. Vor der Fahrt sollten wir zwecks besserer Griffigkeit den Reifendruck senken. Wegen der Instabilität und der Tiefe des Schnees fahren wir mit einem niedrigen Gang, halten die Beine konstant angezogen und meiden schnelle sowie ruckartige Bewegungen. Sordfältig sollten wir auch darauf achten, dass Eis unter dem Schnee sein könnte, auf dem Sie vollkommen die Kontrolle übers Rad verlieren können.

