Fahrt auf Unbenheiten
Die Fahrbedingungen auf der Straße sind nicht immer ideal, daher sollten wir auf alles vorbereitet sein, was einem bei der Fahrt passieren könnte. Viele Fähigkeiten legen wir uns erst mit der Zeit und mit zunehmender…

Die Fahrbedingungen auf der Straße sind nicht immer ideal, daher sollten wir auf alles vorbereitet sein, was einem bei der Fahrt passieren könnte. Viele Fähigkeiten legen wir uns erst mit der Zeit und mit zunehmender Praxis zu, doch es gibt einige Bedingungen, auf die wir uns im Vorhinein vorbereiten können. Wir werden uns nun fünf potenzielle Probleme ansehen, auf die Rennradfahrer häufig treffen.
Kopfsteinpflaster
Beim Befahren von Kopfsteinpflaster können wir uns im Prinzip danach richten, was wir im Fernsehen bei dem berühmten Rennen Paris-Roubaix sehen. Je schneller, desto besser. Wenn wir Kopfsteinpflaster überfahren, nehmen wir Fahrt auf, um später so wenig wie möglich treten zu müssen. Den Lenker halten wir an den Hebeln oder unten und überqueren den Abschnitt so gleichmäßig wie möglich. Wenn Sie dennoch treten müssen, versuchen wir im Sitzen zu fahren, auch wenn dies sehr unbequem sein kann. Wir wählen lieber einen schwereren Gang und bremsen möglichst gefühlvoll, in dem Wissen, dass es um eine tückische und a unberechenbare Oberfläche geht.
Überfahren einer bordsteinkante
Wenn wir auf eine Bordsteinkante springen wollen, drosseln wir die Geschwindigkeit, halten den Lenker oben und lupfen das Vorderrad im richtigen Moment ruckartig. Ohne den Bordstein zu berühren, springen wir mit dem Vorderrad auf seine Oberkante. Anschließend heben wir durch den Druck auf die Tretpedale das Hinterrad an, bevor es den Bordstein berührt. Mit zunehmenden Erfahrungen lernen wir, die richtige Geschwindigkeit einzuschätzen.
Überspringen eines hindernisses
Müssen Sie mit hoher Geschwindigkeit über Schienen, Bremsschwellen oder Bordsteine fahren? Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sie mit der s.g. Bunny-Hop-Technik zu überspringen. Zunächst nehmen wir an Fahrt auf, hören auf zu treten, richten uns auf und lockern den Körper. Mit waagerecht stehenden Pedalen halten wir den Lenker oben und gehen leicht in die Hocke. In einem Nu heben wir den Lenker und über die Pedale auch das Hinterrad. So überwinden wir das Hindernis mit einem Schwung. Je schneller wir fahren, desto weiter springen wir.
Fahren auf kies
Diese Art von Oberfläche sollte mit besonderer Vorsicht und Respekt befahren werden, da wir hier einen wesentlichen Teil der Reifenhaftung einbüßen. Wir lehnen uns nicht zu sehr in die Kurven, sondern nehmen einen größeren Radius. Bei einer erwarteten Richtungsänderung müssen wir auf die Geschwindigkeit achten. Wir bremsen mit beiden Bremsen gleichzeitig, wobei wir die Hinterbremse stärker anziehen, um ein Blockieren des Vorderrads zu vermeiden.
Nasse strasse
Genau wie beim Fahren auf Kies müssen wir auch bei einer nassen Fahrbahn sehr vorsichtig sein. Die Haftung unserer Reifen ist hier wesentlich geringer als auf einer trockenen Straße. Deshalb empfehlen wir, den Reifendruck zu senken. Um ein Verrutschen der Räder zu vermeiden, fahren wir mit viel Gefühl und geringerer Geschwindigkeit in die Kurve ein. Unter solchen Bedingungen bevorzugen wir Scheibenbremsen, die bei Nässe viel effektiver als herkömmliche Felgenbremsen sind. Mit diesen müssen Sie besonders vorsichtig sein, da sie bei nassem Wetter einen Großteil ihrer Effektivität einbüßen. Unsere Vorderradbremse sowie deren Scheiben und Blöcke müssen wir sehr vorsichtig einsetzen. Wenn wir diese etwas zu fest anziehen, kann uns das Rad leicht wegrutschen.

