Grundregeln des Fahrens in der Gruppe
Beim Fahren in der Gruppe, für die wir schon zwei Fahrer halten, gelten einige einfache Grundregeln, die von jedem Mitglied derselben zur eigenen Sicherheit strikt eingehalten werden sollten. Auf diese Weise wird die…

Beim Fahren in der Gruppe, für die wir schon zwei Fahrer halten, gelten einige einfache Grundregeln, die von jedem Mitglied derselben zur eigenen Sicherheit strikt eingehalten werden sollten. Auf diese Weise wird die Gruppe kompakter und effektiver.
Der Hauptzweck des Fahrens in der Gruppe besteht darin, den aerodynamischen Effekt des Drafting oder Fahrens im Windschatten zu nutzen. Dadurch können Sie viel Energie sparen und lange Strecken mit hoher Geschwindigkeit zurücklegen, die ein Einzelner ohne die Hilfe anderer kaum schaffen könnte.
Windschattenfahren
Bei einer kleineren Gruppe fahren deren Mitglieder in einer Kolonne hintereinander. Je schneller der Fahrer an der Spitze fährt, desto mehr Energie sparen die anderen Fahrer im Windschatten hinter ihm. Je besser sie aufeinander eingespielt sind, desto schneller und konstanter ist die Fahrt. Wichtig ist der regelmäßige Wechsel des Fahrers an der Spitze, an der schwächere Fahrer weniger Zeit verbringen. Im Fall von größerer Müdigkeit können sie sich dann am Gruppenende im Windschatten der andern verbergen. Diese Technik ermöglicht es Fahrern unterschiedlicher Fitnessstufen zusammen in einer Gruppe zu fahren.
Der ideale Abstand zwischen den Rädern beträgt etwa einen halben Meter, wodurch die Fahrer nicht nur hinreichend Windschatten, sondern auch genügend Zeit zur Reaktion auf unerwartete Änderungen von Fahrtgeschwindigkeit oder -richtung des Fahrers vor ihnen haben. Bei einer unerwarteten Situation sollten wir jedoch niemals bremsen. Lieber scheren wir zur Seite aus, um einen Aufprall eines weniger aufmerksameren Fahrers hinter uns nicht zu riskieren.
Der Fahrer an der Gruppenspitze sollte in einer weitmöglichst aerodynamischen Position bleiben, sich meistens unten an den Drops des Lenkers festhalten und kontinuierlich in die Pedale treten. Das Abwechseln an der Gruppenspitze darf nur an Stellen erfolgen, an denen die Situation sicher und übersichtlich ist.
Paarfahren
Das Nebeneinanderfahren von zwei Fahrern stellt eine beliebte Methode zur Koordination der Fahrt einer größeren Gruppe dar. Besonders bei längeren Touren bietet es Raum für engeren Kontakt und Gespräche mit dem Kollegen. Dabei sollten Sie nicht vergessen, wie wichtig es ist, dass die beiden Fahrer an der Spitze der Gruppe das gleiche Tempo einhalten, damit die anderen Fahrer einen regelmäßigen Abstand voneinander halten können. Wenn die Fahrer die Führung verlassen, scheren sie zur Seite aus und bilden ein Tor, durch das das nächste Paar die Führung übernimmt und dabei deren Geschwindigkeit beibehält.
Seitenwind
Abgesehen vom Rückenwind ist der Wind der größte Feind eines Radfahrers. Wenn Sie in einer Gruppe fahren, können dessen negative Auswirkungen erheblich reduziert werden. Bei Seitenwind verbergen sich die Fahrer im Domino-Stil. Wenn der Wind von links kommt, lenkt der führende Fahrer oder das Paar an der Gruppenspitze zur Mittellinie der Fahrbahn ein, zu deren Rand die übrigen Fahrer eine Diagonale bilden, so dass alle in der Kolonne im Windschatten fahren können.
Gegenwind
Bei Gegenwind ist es ratsam, die Intervalle des Abwechselns an der Gruppenspitze zu verkürzen und somit und das Drafting zur bestmöglichen Erholung zu nutzen. Wir legen einen niedrigeren Gang ein, um die gleiche Trittfrequenz aufrechtzuerhalten, wie wenn wir an der Spitze fahren.

